Root-System

Diese Technologie ermöglicht eine sichere und stabile Installation von PV-Anlagen auch in anspruchsvollen Geländebedingungen, die konventionelle Rammpfosten nicht abdecken können. Das Root-System zeichnet sich durch eine geringe Eindringtiefe und extremen Halt aus, was es ideal für den Einsatz auf steilem Gelände, weichen Böden, Deponien, Konversionsflächen, Grundstücken mit Bodendenkmälern sowie kleinsten PV-Freiflächenanlagen macht.

Die Grenzen von konventionallen Rammpfosten

Die Rammtiefe bei konventionellen Rammpfosten liegt im Durchschnitt bei ca. 1,6-2,0m.

Diese Tiefe wird insbesondere bei Deponien, Grundstücken mit Bodendenkmälern, steinige Grundstücke und Konversionsflächen mit unterirdischen Hindernissen wie Beton- und Mauerreste häufig zum Problem:

  • Versiegelte Deponien führen haben in der Regel bei ca. 80 cm tiefe eine Dichtfolie, die entstehende Gase sicher ableiten soll. Diese Folie darf nicht durchdrungen werden und die erlaubte Rammtiefe reduziert sich hier auf einen Bereich von nur 70cm. Der Einsatz von konventionellen Rammpfosten verbietet sich dadurch automatisch.
  • Steinige Böden verfestigen und verdichten sich in der Regel mit zunehmender Tiefe. In vielen Fällen erreicht man schon nach weniger als einem Meter eine geschlossene Felsplatte. Ein Einrammen normaler Rammpfosten ist hier ohne kostenintensives Vorbohren ausgeschlossen.
  • Grundwasserverhältnisse: Das Bodengutachten berücksichtigt auch die Grundwasserverhältnisse, die die Stabilität und Langlebigkeit der Fundamente beeinflussen können.
  • Konversionsflächen wie ehemalige Kasernen, Industriegelände oder Bahnanlagen haben häufig eine lange Historie und sind über die Dauer der jahrzehntelangen Nutzung oftmals mit unterschiedlichen Gebäuden bebaut gewesen. Der Rückbau dieser Gebäude erfolgte in der Regel bis zu einer Tiefe von ca. 1,0m unter Geländeoberkante. Verbliebene Fundamente, Rohre und Kanäle wurden dann meist einfach zugeschoben. Auch hier ist ein Eindringen der Stützen auf eine Tiefe von 1,6m unmöglich.

Negative Aspekte der konventionellen Rammung

Die Rammung von konventionellen Pfosten erfolgt über hydraulische Rammen mit Kettenantrieb. Sie haben in der Regel ein Eigengewicht von mehr als 4,0 Tonnen und eine Eignung für Arbeiten auf Gelände mit einer Neigung von nicht mehr als 20°. Dadurch entstehen unterschiedliche Nachteile:

  • Hohe Kosten für An- und Abfahrt per Tieflader.
  • Hohe Mieten.
  • Spezialisierte Maschinenführer erforderlich.
  • Hänge, Erdwälle, Hügel und Berge mit einem Gefälle größer 20° können nicht mehr bebaut werden.

Einfache Montage des Root Systems

Der Aufbau des Root-Systems ist im Vergleich unkompliziert und kann sogar mit einen handelsüblichen Schlagbohrschrauber durchgeführt werden. Diese einfache Montage senkt nicht nur die Installationskosten, sondern ermöglicht auch den Einsatz in abgelegenen oder schwer zugänglichen Gebieten, wo der Einsatz schwerer Rammmaschinen nicht möglich oder wirtschaftlich wäre. Die schnelle und einfache Installation trägt dazu bei, die Gesamtprojektkosten zu reduzieren und die Inbetriebnahme der PV-Anlagen zu beschleunigen.

Extremer Halt

Das grundsätzliche Funktionsprinzip bei Fundamenten, die auf gerammten Profilen basieren, ist die Reibung zwischen Erdboden und Oberfläche des Profils. Hierbei spielen primär die vertikalen Auszugskräfte eine Rolle. Dabei wirken die PV-Module wie ein Segel, dass von zwei Seiten aus angeströmt werden kann. Eine Anströmung aus südlicher Richtung sorgt für ein Einpressen der Stützen (Druckbelastung). Eine Anströmung aus nördlicher Richtung sorgt für ein Ausziehen der Stützen (Sogbelastung).

Sämtliche Kräfte an den Stützen werden durch die FORM-TEC im Vorfeld durch statische Berechnungen ermittelt und später durch ein Bodengutachten oder einen Auszugsversuch überprüft. Hierbei ist die Krafteinleitung in weiche Böden eine ernst zu nehmende Herausforderung.

Keine Gefahr des Einsinkens

Niederländisches Marschland, Landschaften mit moorigen Böden, sehr sandige Böden oder aber auch Gelände mit sehr hohem Feuchtegehalt wie z.B. Flussauen und Überflutungsflächen sind weder mit konventionellen Rammpfosten noch mit Betonfundamenten (Gefahr des Einsinkens) bebaubar. 

Die Root-Systeme bieten hier Abhilfe. Das Funktionsprinzip „Reibung“ wird hier durch die winkelige Führung der Erdnägel erweitert. Die Ausrichtung dieser erfolgt nämlich nicht direkt in Wirkrichtung der Auflagerlasten, sondern unter einem Anstellwinkel von ca. 45° dazu. Damit kann zusätzlich Boden aktiviert und die Tragfähigkeit entscheidend erhöht werden.

Diese Funktion erlaubt eine Absicherung gegen Einsinken genauso wie gegen Auszug und wir projektspezifisch mit langen Erdnägeln realisiert.

Extremer Korrosionsschutz

Salzhaltige Marschböden, kontaminierte Konversionsflächen oder Böden mit hohem PH-Wert sorgen für einen extrem schnellen Abtrag der Zink-Beschichtung an konventionellen Rammpfosten. Gleichzeitig stehen Projektierer und Generalunternehmer unter hohem Kostendruck. Damit schließen sich Gegenmaßnahmen wie Stützen aus Edelstahl oder Betonfundamente häufig aus. 

Unsere Root-Systeme schaffen hier Abhilfe: Nur die verhältnismäßig kleinen Erdnägel und keine weitern Bauteile befinden sich im Bodeneingriff. Form-Tec ist damit in der Lage, sehr kostengünstig und effizient auch pulverbeschichtete oder dickverzinkte Erdnägel anzubieten. 

Sie planen eine Nutzung der Anlage mit sehr langer Lebenszeit bei gleichzeitig kritischen Bodenverhältnissen? Kein Problem! Im Gegensatz zu konventionellen Rammpfosten ist ein kostengünstiger Austausch von Erdnägeln jeder Zeit möglich.

Restlos rückbaubar

  • Nach Ablauf der Nutzungsdauer der PV-Anlage oder wenn die Fläche anderweitig genutzt werden soll, kann das Root-System restlos entfernt werden.
  • Alle Komponenten lassen sich vollständig zurückbauen, wodurch der Boden wieder in seinen ursprünglichen Zustand versetzt werden kann.
  • Wichtig für Agrarflächen, die nach der Nutzung für die Energiegewinnung wieder für den landwirtschaftlichen Anbau zur Verfügung stehen sollen.

Innovativ & nachhaltig

Insgesamt bietet das Root-System eine innovative und nachhaltige Lösung für die Verankerung von Photovoltaikanlagen. Die geringe Eindringtiefe, die Möglichkeit der Installation an Hängen bis zu 40°, der einfache Aufbau mit einem Schlagbohrschrauber und die restlose Rückbaubarkeit machen dieses System zu einer idealen Wahl für die Nutzung erneuerbarer Energien auf vielfältigen Geländeformen und Landnutzungstypen. Durch diese Merkmale trägt das Root-System entscheidend zur Effizienz und Umweltfreundlichkeit von PV-Anlagen auf Freiflächen und Agrarflächen bei.

Serviceangebote

Planung & Konstruktion

Die Planung von PV-Anlagen ist komplex und erfordert eine detaillierte Vorbereitung. Insbesondere die Unterkonstruktion, die Erstellung maßgeschneiderter Zeichnungen und detaillierter Stücklisten sind entscheidend für die reibungslose Montage solcher Projekte.

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Belegungs- & Rammpläne

Dieser Prozess umfasst die Erstellung von Belegungs- und Rammplänen sowie die optimale Flächennutzung und die Berücksichtigung individueller Wünsche. Hierbei ist es wichtig, dass die verfügbare Fläche in idealer Weise genutzt wird. Eine Minimierung der Investitionskosten bei einer gleichzeitigen Optimierung des Outputs sind bei dieser Dienstleistung unsere Maxime.

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Statische Berechnungen

Diese Berechnungen sind entscheidend, um die Sicherheit und Langlebigkeit der Anlagen zu gewährleisten. Unser Unternehmen lasst die Statiken für unsere Projekte grundsätzlich bei externen Ingenieurbüros erstellen, deren Statiker und Bauingenieure als Tragwerksplaner eingetragen sind. Auf Wunsch können wir zudem unsere Statiken bei akkreditierten Prüfstatikern kontrollieren und grünstempeln lassen. Gehobenen Ansprüchen an die Standsicherheit, sei es durch das jeweilige Bauamt gefordert oder auch nur als privatrechtliche Prüfung wird damit Genüge getan.

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Geologische Gutachten

Bodengutachten, auch geologische Gutachten genannte, sind wesentliche Bestandteile der Planungsphase. Sie beinhalten u.a. auch eine chemische Analyse der Bodenzusammensetzung und gewährleiten somit nicht nur Stabilität der jeweils gewählten Fundamentform, sondern sorgen auch für eine fachgerechte Definition der Standzeit in Bezug auf den Korrosionsschutz.

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Auszugsversuch

Die Ermittlung der Bodenbeschaffenheit und Tragfähigkeit ist ein essenzieller Schritt in der Planung und Durchführung von Photovoltaik-Projekten. Verschiedene Methoden und Techniken kommen hierbei zum Einsatz, um sicherzustellen, dass der Baugrund den Anforderungen gerecht wird und die Sicherheit der Konstruktion gewährleistet ist. Zu den wichtigsten Verfahren gehören Auszugsversuche, die zur Bestimmung der Tragfähigkeit des Bodens beitragen.

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Mehr als nur Profile

  • Maßgeschneiderte Lösungen, die den spezifischen Anforderungen jedes Projekts gerecht werden.
  • Zusätzliche Services wie technische Beratung, Unterstützung bei der Projektsteuerung, Belegungs- und Rammpläne und vieles mehr.
  • Fokus auf eine ganzheitliche Betrachtung der Projekte, um sicherzustellen, dass die Produkte perfekt aufeinander abgestimmt sind.

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